Einsatz-Nr: 23
11.12.2007 Feuer groß

Einsatzzeit von 04:30 bis 10:30 Uhr

Einsatzkräfte: FF Nahe, FF Wakendorf II, FF Kayhude, FF Itzstedt
Einsatzort: Nahe, Im Busch
Lage: Brand eines Wohnhauses

 

Text von Michael Zwicker / Segeberger Zeitung

Nahe: Brennendes Haus war nicht mehr zu retten

Nahe – Durch ein Großfeuer in der Nacht zu gestern wurde in der Straße Im Busch ein Einfamilienhaus
zerstört. Der einzige Bewohner war zur Arbeit. Der 36-Jährige erfuhr von dem Schicksalsschlag erst
Stunden später. „Als wir am Unglücksort eintrafen, brannte das Dach bereits in voller Ausdehnung.
Drinnen die Flammen zu bekämpfen, das wäre zu gefährlich gewesen“, schilderte Nahes Wehrführer Jan
Sonnenschein die Situation, die sich den Brandschützern gegen 4.30 Uhr darbot. Kurz zuvor hatte ein
Zeitungsausträger die Feuerwehr alarmiert. Wie bei Großbränden dieser Art üblich, rückte Unterstützung aus
Nachbarorten an. Aus Itzstedt, Kayhude und Wakendorf II eilten Feuerwehrleute ihren Naher
Kameraden zu Hilfe. So waren rund 80 Brandbekämpfer im Einsatz. Das Wohnhaus war nicht mehr zu
retten. Mit Wasser aus einem Regenrückhaltebecken und aus einem Hydranten gelang den
Feuerwehrleuten aber, die angebaute Werkstatt vor einem Übergreifen der Flammen zu schützen. „Zunächst
wussten wir nicht, ob sich noch jemand im Gebäude befand. Nach der Befragung von Nachbarn durch
die Polizei konnten wir aber nahezu ausschließen, dass der Bewohner zu Hause war“, erläuterte Wehrführer
Sonnenschein. Gegen 10.15 Uhr war der Einsatz beendet. Danach untersuchten Kriminalbeamte die
Brandstelle. Wo und wie das Feuer entstanden war, konnte gestern noch nicht ermittelt werden. Auch
zur Höhe des Sachschadens konnte sich noch niemand festlegen. Sicher ist bislang nur, dass das Haus
zurzeit nicht mehr bewohnbar ist. Der 36-jährige Besitzer kam bei Bekannten unter.

Vier Kameraden, die mit schwerem Atemschutzgerät ausgerüstet waren, dürften die Löscharbeiten in besonders
unangenehmer Erinnerung behalten. Direkt neben dem Wohnhaus befindet sich ein Gartenteich, der in der
Dunkelheit nicht zu erkennen war. Die Atemschutzträger stürzten in den Teich und versanken darin bis zur Brust.
Durchnässt, aber unverletzt wurde das Quartett von Kameraden herausgezogen. Trotz dieses Zwischenfalls
zeigte sich Wehrführer Sonnenschein mit dem Ablauf des Einsatzes und der Zusammenarbeit mit den
Nachbarwehren sehr zufrieden.
Bürgermeister Ortwin Peters, der in der Straße Im Busch wohnt, sagte dem vom Brand betroffenen Nachbarn
Hilfe seitens der Gemeinde zu, falls Bedarf besteht.

nordClick/sz vom 12.12.2007 01:01

Quelle im Internet: http://wwwclassic.nordclick.de/artikel/2271025